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Bundesregierung sieht Entspannung bei Mieten – verpasst Wohnungsziel aber deutlich

Die Wohnraumoffensive wirkt – zu diesem Ergebnis kommt zumindest der „Vierte Bericht der Bundesregierung über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland und Wohngeld- und Mietenbericht 2020“, der alle zwei Jahre über die Mietentwicklung berichtet. Laut Report sind die Angebotsmieten in den vergangenen beiden Jahren deutlich langsamer gestiegen.

Lag die Erhöhung bei Wiedervermietungen 2019 noch bei 3,6 Prozent, war 2020 nur noch eine Erhöhung von 2,7 Prozent zu vermelden. Auch bei der erstmaligen Vermietung ist dieser Trend zu beobachten (2019: 7,6 Prozent, 2020: 5,4 Prozent). Als Grund wird die Wohnraumoffensive angeführt.

Zufrieden zeigte sich die Regierung ebenfalls von der Anzahl der neugebauten Wohnungen – obwohl das selbst gesteckte Ziel deutlich verfehlt wurde: Im Koalitionsvertrag von 2018 war noch die Rede von 1,5 Millionen neuen Wohnungen bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode. Tatsächlich wurden aber nur 1,2 Millionen Wohnungen fertig gebaut. Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) begründete dies unter anderem mit der starken Auslastung der Bauwirtschaft.