VDIV Die Stimme
Immobilienverwalter

Berufszulassungsregelungen für Wohnimmobilienverwalter

Gesetz seit 1. August 2018 in Kraft

Immobilienverwalter tragen enorme Verantwortung. Sie verwalten Immobilien und finanzielle Rücklagen von Eigentümern in Millionenhöhe. Zugleich sind sie neben der kaufmännischen Verwaltung auch Ansprechpartner für technische und rechtliche Fragestellungen. Das erfordert jedoch umfassende Qualifikationen und Anforderungen.

Ein Minimum an Fachwissen, Erfahrung und Versicherungsschutz stärkt nicht nur das Vertrauen der Wohnungseigentümer in die Dienstleistung der Wohnungsverwaltung. Zugleich gewährleisten Zugangsregelungen einen umfassenden Verbraucherschutz und dienen der Professionalisierung und Qualitätssteigerung.

Der VDIV als die Standesvertretung hauptberuflicher und professioneller Immobilienverwaltungen hat das Gesetzgebungsverfahren intensiv begleitet und wird sich auch künftig für eine weitere Qualifizierung einsetzen. Das vorliegende Gesetz und seine Verordnung bilden dabei nur einen ersten Schritt auf dem Weg zur verbesserten Qualifizierung unserer Branche ab. 

Weiterbildungspflicht: 20 Stunden in drei Jahren

Das Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter wurde am 17. Oktober 2017 vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Die Regelung sieht eine Weiterbildungspflicht im Umfang von 20 Stunden in drei Jahren sowie den verpflichtenden Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung vor. Die Vorschriften für Makler und Wohnimmobilienverwalter wurden durch eine Änderung der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) spezifiziert, die der Deutsche Bundesrat am 27. April 2018 beschloss. Beide Dokumente stehen hier mit freundlicher Genehmigung des Bundesanzeiger Verlags zur Verfügung:

» Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter

» Vierte Verordnung zur Änderung der Makler- und Bauträgerverordnung

Da die Zulassungsregelungen aus Sicht des VDIV nicht ausreichen, hat sich der Verband 2018 für eine freiwilligen Ausweitung der Weiterbildungspflicht auf 15 Stunden pro Jahr entschieden – mehr als doppelt so viel wie vom Gesetzgeber gefordert. Zudem hat die Delegiertenversammlung im September 2019 die Entwicklung eines freiwilligen Sachkundenachweises beschlossen, da sich der Gesetzgeber bis heute nicht in der Lage sah, einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Wohnimmobilienverwalter einzuführen.

DDIV-Publikation:

Zugangsvoraussetzungen für Immobilienverwalter schaffen.
Ein Plädoyer für mehr Qualität und Verbraucherschutz beim Wohneigentum

Auf 40 Seiten begründet der DDIV mit zahleichen Kennzahlen, Umfragen und Argumenten seine Forderungen nach Zugangsvoraussetzungen für Immobilienverwalter.

Stand Oktober 2013

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