Nachhaltigkeitstipp von EnBW

Solarstrom im Mehrfamilienhaus: Mehr Vor-Ort-Nutzung, mehr Nachhaltigkeit

VDIV NL 09-2 Nachhaltigkeitstipp

© EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Photovoltaik gehört zu den wichtigen Bausteinen einer nachhaltigen Energieversorgung von Immobilien. Doch die wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen verändern sich. Mit dem Ende Juli vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf zur EEG-Novelle soll die bisherige feste Einspeisevergütung für neue Anlagen schrittweise beendet und die Direktvermarktung stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Das parlamentarische Verfahren steht noch aus; für bestehende Anlagen sollen die zugesagten Förderbedingungen grundsätzlich erhalten bleiben.

Unabhängig vom weiteren Gesetzgebungsverfahren zeigt sich bereits heute ein grundsätzlicher Trend: Für neue PV-Projekte gewinnt die möglichst intelligente Nutzung des erzeugten Stroms vor Ort gegenüber der reinen Netzeinspeisung an Bedeutung. Seit Ende Februar 2025 gelten zudem neue Vorgaben für die Vergütung in Zeiten negativer Börsenstrompreise. Damit steigt der Anreiz, Erzeugung und Verbrauch stärker zusammenzubringen.

Vom Hausdach direkt zu den Bewohnern

Gerade Mehrfamilienhäuser bieten dafür gute Voraussetzungen. Statt den erzeugten Solarstrom überwiegend in das öffentliche Netz einzuspeisen, kann er beispielsweise über ein Mieterstrommodell den Bewohnerinnen und Bewohnern des Gebäudes zur Verfügung gestellt werden.

Für Eigentümergemeinschaften und Bestandshalter lassen sich damit mehrere Ziele verbinden: Vorhandene Dachflächen werden für die dezentrale Energieerzeugung genutzt, der Strombezug aus dem öffentlichen Netz kann reduziert und die Immobilie energetisch weiterentwickelt werden. Gleichzeitig erhalten Bewohner die Möglichkeit, unmittelbar am vor Ort erzeugten Solarstrom teilzuhaben.

Photovoltaik wird so vom reinen Erzeugungsprojekt zum Bestandteil eines umfassenderen Energiekonzepts für die Immobilie. Dabei können perspektivisch auch weitere Verbrauchsbereiche wie Allgemeinstrom, Wärmepumpen oder Ladeinfrastruktur mitgedacht werden.

Was bedeutet das für Verwaltungen?

Für Verwalterinnen und Verwalter kommt es vor allem darauf an, frühzeitig die passende Lösung für das jeweilige Objekt zu identifizieren. Technische Planung, Messkonzept, Stromlieferung, Vertragsmanagement und Abrechnung machen Mieterstrom anspruchsvoller als die reine Netzeinspeisung.

Diese Aufgaben müssen Verwaltungen jedoch nicht selbst übernehmen. Spezialisierte Dienstleister können wesentliche Prozesse rund um Planung, Betrieb und Abrechnung abbilden. EnBW immo+ bietet beispielsweise unterschiedliche Ansätze: Beim Full-Service-Modell werden zentrale Aufgaben rund um die Vermarktung des PV-Stroms an die Bewohner übernommen. Alternativ unterstützt eine digitale Self-Service-Lösung Eigentümer beziehungsweise Betreiber dabei, die Abrechnung selbst umzusetzen.

Damit eröffnet sich für WEGs und Mietobjekte unabhängig von der weiteren Entwicklung der Einspeisevergütung eine langfristige Perspektive: Solarstrom möglichst dort nutzbar zu machen, wo er erzeugt wird – im Gebäude selbst. Das kann die Wirtschaftlichkeit von PV-Projekten unterstützen, Bewohner an der Energiewende beteiligen und zu einer nachhaltigeren Bewirtschaftung von Immobilien beitragen.

Sie möchten prüfen, welches Mieterstrommodell zu den von Ihnen verwalteten Immobilien passt? Informieren Sie sich über die Full-Service- und Self-Service-Lösungen von EnBW immo+ sowie die Möglichkeiten für PV-Mieterstrom im Mehrfamilienhaus unter immoplus.online/solar