Der Wohnungsbau zeigt bei den Genehmigungen weiter Anzeichen einer Erholung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis März 2026 insgesamt 63.500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 bedeutet das einen Anstieg um 11,5 Prozent.
Besonders deutlich fiel das Plus im Geschosswohnungsbau aus. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stieg um 14,0 Prozent. Auch bei Einfamilienhäusern gab es mit 13,7 Prozent wieder einen Zuwachs. Zweifamilienhäuser, die über mehrere Quartale hinweg kaum noch beantragt wurden, legten um 23,2 Prozent zu.
Auffällig ist zudem die wachsende Bedeutung des Umbaus. Genehmigungen für zusätzlichen Wohnraum in bestehenden Wohngebäuden stiegen um 28,0 Prozent. Noch stärker entwickelte sich die Umnutzung von Nichtwohngebäuden, vor allem von Gewerbeflächen. Hier wurden im ersten Quartal 1.400 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 73,7 Prozent.
Die Zahlen sind ein positives Signal, lösen die strukturellen Probleme des Wohnungsmarkts aber noch nicht. Genehmigungen führen erst mit Verzögerung zu tatsächlich fertiggestellten Wohnungen. Angesichts hoher Baukosten, schwieriger Finanzierung und langer Verfahren bleibt entscheidend, dass genehmigte Projekte auch wirtschaftlich umgesetzt werden können.
Hier mehr erfahren: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_166_3111.html