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Bauindustrie senkt Prognose – Wohnungsbau bleibt schwach

Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der Baukonjunktur bekommen einen Dämpfer. Die Bauindustrie hat ihre Umsatzprognose für 2026 deutlich nach unten korrigiert: Statt eines realen Wachstums von 2,5 Prozent erwartet sie nur noch ein Plus von 1,0 Prozent. Besonders verhalten fällt der Ausblick für den Wohnungsbau aus. Hier wurde die Prognose von 2,0 auf nur noch 0,5 Prozent Wachstum gesenkt.

Dabei zeigen die jüngsten Zahlen zunächst nach oben. Im Juni stieg der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vormonat um 6,0 Prozent. Im Hochbau betrug das Plus 8,5 Prozent, im Tiefbau 4,0 Prozent. Auch der reale Umsatz lag 6,6 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Für eine Trendwende im Wohnungsbau reichen diese Zahlen jedoch noch nicht aus. Steigende Baukosten und fehlende Planungssicherheit – insbesondere bei Förderbedingungen – belasten private Bauherren und Investoren weiterhin. Hinzu kommen zuletzt wieder gestiegene Auftragsstornierungen.

Etwas Hoffnung macht die Stimmung in der Branche: Das Geschäftsklima im Baugewerbe verbesserte sich im August von minus 20,5 auf minus 16,5 Punkte. Auch in der Immobilienwirtschaft stieg der entsprechende Wert von 2,1 auf 3,5 Punkte. Vor allem die aktuelle Geschäftslage wird dort wieder besser beurteilt. Für den dringend benötigten Wohnungsneubau bleibt die Entwicklung dennoch fragil.

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