Gleichzeitig bleibt die Schuldenaufnahme auf hohem Niveau. Im Kernhaushalt sind neue Kredite von 110,8 Milliarden Euro geplant. Einschließlich der Sondervermögen für Bundeswehr und Infrastruktur summiert sich die Neuverschuldung auf rund 196,5 Milliarden Euro. Bis 2030 soll dieses Niveau weitgehend konstant bleiben, was zu steigenden Zinsausgaben führen dürfte.
Ein Schwerpunkt der Planung liegt auf Investitionen: Insgesamt sollen 118,5 Milliarden Euro in Infrastruktur, Digitalisierung, Klimaschutz, Wohnungsbau sowie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen fließen. Die Investitionsquote im Kernhaushalt soll dauerhaft über 10 Prozent liegen. Parallel steigen die Ausgaben für Verteidigung deutlich an, auch vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen.
Zur Gegenfinanzierung setzt die Bundesregierung auf Einsparungen und zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro. Diskutiert werden unter anderem Reformen etwa im Gesundheitswesen sowie neue Abgaben auf Zucker und Plastik, höhere Steuern auf Tabak sowie Maßnahmen gegen Steuervermeidung. Viele Details bleiben jedoch noch offen.
Flankierend plant die Regierung strukturelle Reformen zur Stärkung von Wirtschaft und Sozialsystemen, darunter Steuerentlastungen, Bürokratieabbau und Investitionsanreize. Ziel ist es, Wachstum zu fördern und gleichzeitig die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren.