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CO2-Preis bleibt 2027 gedeckelt: Bundesregierung verlängert Preiskorridor

Beim nationalen CO2-Preis soll es 2027 keine zusätzliche Verteuerung gegenüber dem bisherigen Rahmen geben. Das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 beschlossen, den Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO2 um ein weiteres Jahr beizubehalten. Hintergrund ist die Verschiebung des europäischen Emissionshandels für Gebäude und Verkehr auf 2028.

Die Bundesregierung passt den nationalen Brennstoffemissionshandel an den späteren Start des europäischen Emissionshandelssystems ETS 2 an. Der CO2-Preis für fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl soll sich deshalb auch 2027 innerhalb einer Spanne von 55 bis 65 Euro je Tonne CO2 bewegen. Seit 2026 wird der Preis innerhalb dieses Korridors erstmals stärker durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Der ursprünglich für 2027 vorgesehene europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr wurde um ein Jahr verschoben. Ab 2028 soll ETS 2 den deutschen Brennstoffemissionshandel ablösen. Dann wird sich der Zertifikatspreis grundsätzlich europaweit am Markt bilden. Zur Begrenzung starker Preissprünge sieht das europäische System Stabilisierungsmechanismen vor.

Diese Entwicklung bleibt besonders mit Blick auf die Heizkosten relevant. Kosten für Emissionszertifikate werden von Energieversorgern grundsätzlich über die Brennstoffpreise weitergegeben. Langfristig ist deshalb mit steigenden Kosten für fossiles Heizen zu rechnen. Einnahmen aus der CO2-Bepreisung fließen in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem unter anderem Förderprogramme für den Heizungstausch und die energetische Gebäudesanierung finanziert werden.