News

EU AI Act: Immobilienunternehmen sind noch nicht fit fürs KI-Zeitalter

Viele Unternehmen der Immobilienwirtschaft sind auf die Anforderungen des EU AI Acts offenbar noch nicht ausreichend vorbereitet. Eine Befragung der Beratungsgesellschaft Pom+, über die zuerst das DEAL-Magazin berichtete, zeigt erhebliche Unsicherheiten bei Kenntnisstand, Zuständigkeiten und den notwendigen organisatorischen Veränderungen.

Ein Drittel der Befragten konnte nicht einschätzen, wie gut das eigene Unternehmen auf die neuen Anforderungen an den Einsatz Künstlicher Intelligenz vorbereitet ist. Weitere 17 Prozent stuften ihr Unternehmen als nicht oder eher nicht vorbereitet ein. Die Vorgaben betreffen insbesondere Governance, Transparenz und Risikomanagement und müssen nach Angaben der Studie bis Ende 2027 umgesetzt sein.

Auch bei den konkreten Herausforderungen herrscht vielfach Unklarheit. 39 Prozent der befragten Entscheider konnten nicht benennen, welcher Aspekt des EU AI Acts für ihr Unternehmen besonders relevant oder anspruchsvoll ist. Unter denjenigen, die bereits konkrete Herausforderungen sehen, stehen Datenschutz und Datensicherheit mit elf Prozent an erster Stelle.

Auffällig ist zugleich die geringe Bedeutung, die dem organisatorischen Aufwand zugeschrieben wird: Lediglich zwei Prozent nannten ihn als größte Herausforderung. Pom+ warnt jedoch davor, den internen Anpassungsbedarf zu unterschätzen. Die Umsetzung werde nicht allein eine technische Aufgabe sein, sondern auch klare Zuständigkeiten, Prozesse und Verantwortlichkeiten innerhalb der Unternehmen erfordern. Für Immobilienunternehmen steigt damit der Handlungsdruck, den eigenen KI-Einsatz systematisch zu erfassen und rechtzeitig geeignete Governance- und Kontrollstrukturen aufzubauen.

Mehr dazu lesen Sie hier: http://www.deal-magazin.com/news/154189/Branchen-Umfrage-EU-AI-Act-erwischt-die-Immobilienwirtschaft-kalt