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Gebäudereport: Wärmepumpen und Wärmeplanung gewinnen Tempo

Das erste Update zum Dena-Gebäudereport 2026 zeigt: Wärmepumpen prägen den Heizungsmarkt zunehmend, serielle Sanierungen bleiben gefragt und die kommunale Wärmeplanung kommt voran. Für Immobilienverwaltungen steigen Koordinationsanforderungen.

Die Wärmewende im Gebäudebestand gewinnt an Dynamik. Das erste Update zum Dena-Gebäudereport 2026 zeigt, dass Eigentümerinnen und Eigentümer stärker auf erneuerbare Wärme setzen und sich damit unabhängiger von Gas- und Ölpreisen machen. Zugleich bleibt der Gebäudesektor bei den Emissionen weiterhin über dem vorgesehenen Zielpfad. Eine Reduktion auf 65 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 wird als möglich beschrieben, setzt aber weitere Fortschritte bei Heizungstausch, Effizienz und Sanierung voraus.

Besonders deutlich ist die Entwicklung im Heizungsmarkt. Im Jahr 2025 entfielen 48 Prozent der verkauften Heizungen auf Wärmepumpen. Gasheizungen kamen noch auf 44 Prozent. Auch die Förderzahlen der Bundesförderung für effiziente Gebäude Einzelmaßnahmen bestätigen den Trend: Rund 85 Prozent der geförderten Maßnahmen für Wärmeerzeuger betreffen Wärmepumpen. Seit 2021 wurden mehr als 960.000 Wärmepumpen gefördert.

Auch das serielle Sanieren bleibt relevant. 2025 wurden erneut mehr als 1.000 Förderanträge für Projekte mit vorgefertigten Fassadenelementen bewilligt. Da solche Verfahren häufig bei Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden, betrifft dies mehr als 6.000 Wohneinheiten. Das entspricht rund 24 Prozent aller Wohneinheiten, für die eine Förderung mit den Effizienzstandards EH40 und EH55 bewilligt wurde.

Parallel nimmt die kommunale Wärmeplanung Fahrt auf. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2026 Wärmepläne vorlegen. Ende des ersten Quartals hatten 56 Prozent der großen Kommunen ihre Wärmeplanung abgeschlossen, die übrigen 44 Prozent befanden sich im Prozess. Bei mittleren Kommunen mit 10.000 bis 100.000 Einwohnern hatten 84 Prozent begonnen oder abgeschlossen. Bei kleinen Gemeinden lag dieser Anteil bei 49 Prozent.

Für Immobilienverwaltungen werden diese Entwicklungen zunehmend planungsrelevant. Heizungsentscheidungen, Sanierungsfahrpläne, Förderkulissen, kommunale Wärmepläne und Beschlussprozesse in Eigentümergemeinschaften müssen stärker zusammengeführt werden. Ein verlässlicher regulatorischer Rahmen und stabile Förderbedingungen bleiben dabei zentrale Voraussetzungen für Investitionssicherheit. 

Hier finden Sie den vollständigen Bericht.