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Ifo-Institut warnt vor weiterer Verschärfung der Mietpreisbremse

Eine weitere Verschärfung der Mietpreisbremse könnte die Wohnungsnot nach Einschätzung des Ifo-Instituts zusätzlich verschärfen. Der Eingriff in den Mietmarkt bremse Investitionen in den Neubau und verringere zugleich die Flexibilität bei der Nutzung bestehender Wohnungen. Dadurch bleibe Wohnraum häufiger in Strukturen gebunden, die nicht mehr zum tatsächlichen Bedarf passen.

Nach Analysen des Instituts liegen die Mieten für Neubauten deutlich über den Bestandsmieten, bundesweit um rund 30 Prozent, in attraktiven Großstädten teils um nahezu 50 Prozent. Das erschwere Umzüge und mindere die Mobilität auf dem Wohnungsmarkt. Besonders betroffen seien junge Wohnungssuchende, während ältere Menschen häufiger in zu großen Wohnungen verbleiben.

Auch mit Blick auf möblierte und befristete Mietverhältnisse verweisen aktuelle Untersuchungen auf Ausweichbewegungen infolge bestehender Regulierung. In großen Städten mit Mietpreisbremse ist der Anteil solcher Angebote in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Aus Sicht des Ifo-Instituts kommt es daher weniger auf zusätzliche Regulierungen als auf Maßnahmen an, die Neubau fördern und die Nutzung des Bestands verbessern.