Die Immobilienpreise in Deutschland sind im ersten Quartal 2026 wieder gestiegen. Nach Angaben des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken legte der Immobilienpreisindex gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent zu. Wohnimmobilien verzeichneten mit 2,3 Prozent ein etwas stärkeres Plus als Büroimmobilien mit 1,9 Prozent und Einzelhandelsimmobilien mit 1,5 Prozent.
Innerhalb des Wohnsegments stiegen die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen um 2,5 Prozent. Mehrfamilienhäuser verteuerten sich um 2,2 Prozent. Damit setzt sich der moderate Aufwärtstrend fort, der bereits in den Vorquartalen sichtbar war.
Auch die Mietentwicklung bleibt für Immobilienverwaltungen und Bestandshalter relevant. Die Neuvertragsmieten im Wohnsegment stiegen deutschlandweit um drei Prozent. In den Top-7-Städten fiel der Anstieg mit durchschnittlich 2,4 Prozent niedriger aus. Hamburg lag mit 3,9 Prozent an der Spitze, Berlin mit 1,3 Prozent am unteren Ende der Metropolen.
Im gewerblichen Segment zeigten sich ebenfalls Zuwächse. Die Neuvertragsmieten für Büroobjekte stiegen um 2,8 Prozent, bei Handelsimmobilien um 1,5 Prozent. Die Methodik für gewerbliche Immobilien wurde im ersten Quartal angepasst. In die Auswertung fließen nun unter anderem Daten der Deutschen Bundesbank, der Transaktionsdatenbank und der Zentralen Marktdatenbank der Sparkassen-Finanzgruppe ein.
Für Experten in der Immobilienverwaltung liefert der Index wichtige Hinweise für Bewertung, Investitionsplanung, Portfoliostrategie und Kommunikation mit Eigentümern. Gleichzeitig bleiben Finanzierungskosten, Baukosten und geopolitische Risiken relevante Unsicherheitsfaktoren.
Für Immobilienverwaltungen ist die Entwicklung auch im Bestand relevant. Hohe Baukosten betreffen nicht nur Neubauprojekte, sondern auch Sanierungen, Instandsetzungen, Aufstockungen und Modernisierungen. Eigentümergemeinschaften benötigen belastbare Kostenprognosen, realistische Finanzierungsmodelle und klare Entscheidungsgrundlagen. Politische Maßnahmen gegen Baukosten wirken daher nur, wenn sie in der praktischen Umsetzung Planungs- und Rechtssicherheit schaffen.