Kommunale Klimaanpassung: Finanzierung weiterhin ungeklärt

Wie Bund und Länder die Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel langfristig unterstützen werden, ist weiterhin offen. In einer am 23. Oktober 2026 veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage erklärte die Bundesregierung, dass ihr keine belastbare bundesweite Übersicht über die finanzielle, personelle und technische Leistungsfähigkeit der Länder in diesem Bereich vorliegt.

Da Klimaanpassung wesentlich in die Zuständigkeit der Länder fällt, sieht der Bund seine eigenen Handlungsmöglichkeiten derzeit als begrenzt an. Im Koalitionsvertrag ist gerade deshalb vorgesehen, einen Sonderrahmenplan für Naturschutz und Klimaanpassung einzurichten und eine neue Gemeinschaftsaufgabe zur Klimaanpassung zu prüfen, sodass Bund und Länder künftig stärker bei der Finanzierung entsprechender Maßnahmen zusammenarbeiten könnten. Wie groß der Finanzierungsbedarf tatsächlich ist, lässt sich bislang allerdings nur eingeschränkt beurteilen. Der Bundesregierung fehlen nicht nur umfassende Informationen zur Ausstattung der Länder und Kommunen, sondern auch belastbare bundesweite Daten zu den wirtschaftlichen Schäden durch unzureichende Klimaanpassung. Das Umweltbundesamt arbeitet daher an einer verbesserten Erfassung von Schäden durch Wetterextreme, der entsprechende Indikator soll voraussichtlich Ende 2027 vorliegen.

Der Bund unterstützt kommunale Anpassungsmaßnahmen wie Hitze- und Starkregenschutz, Entsiegelung oder Begrünung momentan unter anderem über die Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS). Allein für den Einstieg in das kommunale Anpassungsmanagement wurden 2025 rund 15,3 Millionen Euro ausgezahlt; für 2026 sind rund 19,4 Millionen Euro vorgesehen. Ab 2027 sollen die Mittel aus der DAS-Förderung und dem Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ im Klima- und Transformationsfonds zusammengeführt werden. Welche zusätzlichen Maßnahmen künftig finanziert werden könnten und wie hoch die Mittelausstattung ausfallen würde, bleibt Gegenstand der laufenden Bund-Länder-Gespräche.

Mehr dazu können Sie hier nachlesen: https://dserver.bundestag.de/btd/21/086/2108655.pdf