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Mehrkosten erwartet: Gasspeicher-Füllstände von dem Winter zu niedrig

Deutschland wird die vorgeschriebenen Füllstände mehrerer Gasspeicher zum 1. November 2026 voraussichtlich verfehlen. Nach Angaben der Bundesregierung ist das Erreichen der Vorgaben bei einzelnen Speichern aufgrund der niedrigen Ausgangsstände technisch nicht mehr möglich. Zugleich sind die Gaspreise zuletzt gestiegen.

Besonders betroffen sind langsam befüllbare Porenspeicher. Für die bayerischen Speicher Wolfersberg, Breitbrunn und Inzenham-West geht die Bundesregierung davon aus, dass die jeweiligen Zielwerte zum 1. November nicht mehr erreicht werden können.

Auch für den Gesamtmarkt bleibt die Lage angespannt: Nach Modellrechnungen des Speicherverbands INES könnte Deutschland selbst unter günstigen Annahmen bis zum 1. November nur einen Speicherfüllstand von maximal 77 Prozent erreichen. Ende August lagen zudem 126,8 Terawattstunden Gas in den deutschen Speichern – 17,7 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Die Bundesregierung erwartet nach aktuellem Stand dennoch keine Gasmangellage im kommenden Winter und sieht bislang keinen Anlass für zusätzliche Eingriffe. Steigende Beschaffungskosten könnten allerdings die Verbraucherpreise belasten. Im ersten Halbjahr 2026 lagen die deutschen Ausgaben für Erdgasimporte bereits rund 400 Millionen Euro höher, als sie bei den Einfuhrpreisen des Vorjahres gewesen wären.

Aktuelle Daten zu den Füllständen der deutschen Gasspeicher sind hier einsehbar: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung/_svg/Gasspeicherfuellstand_Veraenderung_taeglich/Gasspeicherfuellstand_Veraenderung_taeglich.html