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Mieten steigen weiter – Energieeffizienz prägt zunehmend die Preise

Die Mieten in Deutschland ziehen weiter an. Im ersten Quartal 2026 lagen die Neuvertragsmieten in den Metropolen im Schnitt 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders starke Zuwächse verzeichnen Düsseldorf mit 5,9 Prozent, Köln mit 5,7 Prozent und Hamburg mit 5,1 Prozent. Eine nachhaltige Entspannung am Mietmarkt ist laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) weiterhin nicht in Sicht.

Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Umland: Rund um die sieben größten Städte stiegen die Mieten mit 4,2 Prozent noch stärker als in den Kernstädten. Der Trend ist eindeutig: Hohe Preise in den Metropolen treiben Wohnungssuchende ins Umland – und sorgen dort für zusätzlichen Preisdruck.

Im Gegensatz dazu entwickeln sich die Kaufpreise deutlich verhaltener. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser lediglich um 0,7 Prozent. Quartalsweise stagnieren die Preise weitgehend.

Ein struktureller Preistreiber gewinnt dabei weiter an Bedeutung: die Energieeffizienz. Seit dem Energiepreisschock 2022 achten Käufer verstärkt auf den Energieverbrauch von Gebäuden. Dieser Effekt verfestigt sich zunehmend und wirkt dauerhaft preisbildend. Der aktuelle geopolitische Kontext, insbesondere der Iran-Krieg, unterstreicht die Relevanz zusätzlich, auch wenn die unmittelbaren Auswirkungen bislang moderater ausfallen als in der Vergangenheit.

Den aktuellen IW-Wohnindex können Sie hier abrufen: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/pekka-sagner-michael-voigtlaender-iw-wohnindex-im-umland-der-metropolen-wird-es-teurer.html