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Neubau-Förderung: Mehr Geld und neues Programm

Die Bundesregierung hat die Mittel für das im März gestartete Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ für das laufende Jahr nahezu verdoppelt. Zusätzlich zu den ursprünglich geplanten 1,1 Milliarden Euro stehen nun weitere 888 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 1. Juni können Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen alternativ den KfW-Kredit „Wohneigentum für Familien“ nutzen.

Mit der Aufstockung der Gelder reagieren die der beteiligten Bundesministerien für Bauen, Finanzen und Wirtschaft auf die hohe Nachfrage nach der Neubauförderung. Zum Stichtag 19. Mai wurden Förderzusagen mit einem Volumen von 810 Millionen Euro erteilt, erklärte Sören Bartol (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bauministerium, im Bauausschuss des Bundestages.

Mit dem Nachfolgeprogramm des Baukindergeldes mit dem Namen „Wohneigentum für Familien“ (KfW-Kredit 300) unterstützt der Staat Familien mit mindestens einem Kind unter 19 Jahren und einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von maximal 60.000 Euro. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um 10.000 Euro. Gefördert wird der Neubau oder Ersterwerb eines Effizienzhauses 40, das die Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude an die Treibhausgasemissionen im Gebäudelebenszyklus erfüllt. Die Förderung wird in Form eines zinsgünstigen Kredites gewährt. Der Anfangszinssatz beträgt 1,25 Prozent bei einer Kreditlaufzeit von 35 Jahren und einer zehnjährigen Zinsbindung. Die Kredithöchstbeträge sind abhängig von der Zahl der Kinder und dem Nachhaltigkeitsstatus des Hauses zwischen 140.000 und 240.000 Euro gestaffelt.