Zwischen 2011 und 2022 stieg die Zahl der von Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften vermieteten Wohnungen von rund 13,88 auf 14,64 Millionen. Ihr Anteil am gesamten Mietwohnungsbestand sank allerdings von 65,5 auf 63,5 Prozent. Regional zeigen sich erhebliche Unterschiede: Während im Saarland 84,5 Prozent und in Rheinland-Pfalz 80,8 Prozent der Mietwohnungen auf diese Eigentümerkategorien entfielen, waren es in Berlin lediglich 33,6 Prozent.
Die Bundesregierung betont die Bedeutung privater Vermieter für bezahlbaren Wohnraum und zusätzliche Investitionen. Angesichts der gestiegenen absoluten Wohnungszahl sieht sie keinen allgemeinen Rückzug dieser Eigentümergruppe aus dem Mietwohnungsmarkt. Spezielle Maßnahmen für private Vermieter sind daher derzeit nicht geplant. Stattdessen setzt sie auf Förderprogramme und gesetzliche Erleichterungen, die grundsätzlich allen Vermietergruppen offenstehen.
Bei der wirtschaftlichen Situation privater Vermieter bestehen allerdings Datenlücken. So führt die Bundesregierung keine eigene Statistik zu deren Mieterträgen und Verlusten. Auch über die Ursachen des rückläufigen Marktanteils in den großen Metropolen liegen ihr keine Erkenntnisse vor. Wie viele Wohnungen privater Vermieter konkret von energetischen Anforderungen betroffen sind, lässt sich nach ihren Angaben ebenfalls nicht pauschal beziffern.
Die Antwort der Bundesregierung kann auch hier nachgelesen werden: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1224094?utm