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Umweltbundesamt-Bericht zeigt steigende CO2-Emmissionen im Gebäudesektor

Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind im Jahr 2025 nahezu unverändert geblieben. Nach aktuellen Projektionen des Umweltbundesamtes (UBA) wurden rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen – ein Rückgang von lediglich 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Während die Energiewirtschaft leichte Fortschritte verzeichnete und auch die Industrie ihre Emissionen unter anderem konjunkturbedingt senken konnte, zeigen sich in anderen Bereichen gegenläufige Entwicklungen. Besonders relevant für die Immobilienwirtschaft: Im Gebäudesektor stiegen die Emissionen um 3,4 Prozent. Auch der Verkehrssektor legte zu.

Die Zahlen verdeutlichen, dass zentrale Klimaziele zunehmend unter Druck geraten. Laut UBA wird sich die Klimaschutzlücke bis 2030 voraussichtlich auf rund 30 Millionen Tonnen CO₂ vergrößern. Damit würde das gesetzlich verankerte Reduktionsziel von 65 Prozent gegenüber 1990 um etwa 2,4 Prozentpunkte verfehlt. Zwar bleibt das Ziel grundsätzlich erreichbar, der bisherige Puffer ist jedoch nahezu aufgebraucht.

Auch langfristig sieht das UBA deutlichen Handlungsbedarf. Die Ziele für 2040 und die angestrebte Treibhausgasneutralität bis 2045 gelten mit den derzeitigen Maßnahmen als nicht erreichbar. Insbesondere fehlen tiefgreifende Transformationen in mehreren Sektoren.

Als zentrale Hebel nennt der Bericht den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, den Aufbau entsprechender Infrastruktur sowie den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Für den Gebäudesektor bedeutet das: Ohne zusätzliche Maßnahmen bei Effizienz, Sanierung und Heizsystemen wird eine nachhaltige Emissionsreduktion kaum zu erreichen sein.

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