Der Austausch veralteter Anlagen läuft weiterhin zu langsam. Um die CO2-Emissionen im Gebäudesektor spürbar zu reduzieren, müssten jährlich rund eine Million Heizungen modernisiert werden. Davon ist der Markt trotz einer Erholung im laufenden Jahr noch deutlich entfernt.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt 352.000 Wärmeerzeuger verkauft, 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage nach Wärmepumpen: Ihr Absatz stieg um 40 Prozent auf 194.500 Geräte. Damit entfiel erstmals mehr als die Hälfte des Gesamtabsatzes auf Heizungswärmepumpen. Gasbasierte Anlagen legten leicht auf 134.000 Geräte zu, während bei Öl- und Biomasseheizungen Rückgänge verzeichnet wurden.
Für das Gesamtjahr rechnet die Branche mit rund 700.000 verkauften Wärmeerzeugern. Das wäre zwar eine Verbesserung gegenüber 2025, als mit 627.000 Anlagen der niedrigste Absatz seit 15 Jahren registriert wurde. Das für die Wärmewende notwendige Modernisierungstempo würde damit aber weiterhin nicht erreicht.
Vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen müssen als Voraussetzung dafür geschaffen werden, dass Eigentümer stärker in neue Heiztechnik investieren. Das Gebäudemodernisierungsgesetz und die angepasste Bundesförderung sollen dafür Orientierung schaffen. Entscheidend ist nun, dass die Regelungen langfristig Bestand haben.