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Wunsch nach Wohneigentum bleibt stabil – Eigenkapital größte Hürde

Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist in Deutschland weiterhin stark ausgeprägt. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der LBS Bausparkasse wollen 73 Prozent der Mieter langfristig Wohneigentum erwerben. Besonders hoch ist der Anteil bei den unter 30-Jährigen mit 79 Prozent. Damit hat sich die grundsätzliche Präferenz für Eigentum in den vergangenen Jahren kaum verändert.

Die Realität sieht jedoch deutlich zurückhaltender aus: Nur 26 Prozent der grundsätzlich Interessierten planen konkret, in absehbarer Zeit eine Immobilie zu erwerben. Hauptgrund sind die hohen Kosten. 55 Prozent der überzeugten Mieter nennen die finanziellen Hürden als zentrales Hindernis. Hinzu kommen Aspekte wie Verantwortung (35 Prozent) und geringere Flexibilität (31 Prozent).

Vor allem das notwendige Eigenkapital erweist sich als entscheidender Engpass. Nur noch rund 6 Prozent der jüngeren Mieterhaushalte verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um eine typische Immobilie finanzieren zu können. Entsprechend bewerten 86 Prozent der Befragten den Erwerb von Wohneigentum heute als schwieriger als noch vor fünf Jahren.

Gleichzeitig gewinnt das Thema Altersvorsorge an Bedeutung. Viele Haushalte sehen in der eigenen Immobilie einen zentralen Baustein zur Absicherung im Alter, bezweifeln jedoch zunehmend, dass ihre finanzielle Vorsorge ausreicht.

Vor diesem Hintergrund fordert die Branche gezielte politische Maßnahmen. Im Fokus stehen stärkere Anreize für den Eigenkapitalaufbau sowie Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer. „Auch verlässliche Förderbedingungen, insbesondere für energetische Modernisierungen, sind entscheidend, um den Zugang zu Wohneigentum wieder zu erleichtern“, so Martin Kaßler, VDIV-Geschäftsführer.