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Ein Update zum bundesweiten Breitbandausbau
Schon für Ende des Jahres 2018 sah die Digitale Agenda der Bundesregierung die flächendeckend angestrebte Verfügbarkeit einer Netzüber-tragungsbandbreite von 50 Mbit/s für Haushalte vor. Nach aktuellen Zahlen des Breitbandatlas im Festnetz-bereich (Stand 2024) ist dieses Breitbandziel in fast allen Bundesländern für mindestens 95 Prozent der Haushalte erreicht. Dem Kompetenzzentrum Öffentliche IT des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme FOKUS zufolge liegt die garantierte Mindestversorgung mit 15 Mbit/s derzeit allerdings noch deutlich darunter, wobei sie Ende 2024 noch bei zehn Mbit/s lag.
Grund für diese Entwicklung ist der bundesweit fortschreitende Ausbau des Glasfasernetzes. Zum 30. Juni 2025 stieg die Ausbauquote auf 52,8 Prozent – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 9,6 Prozentpunkten. Das ergab die Marktanalyse des Bundesverbandes Breit-bandkommunikation BREKO. Dabei nivellieren sich zwar die Unterschiede zwischen den Bundesländern und das einst starke Nord-Süd-Gefälle, es zeigen sich aber deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land, sodass in abgelegenen Regionen bislang nur Mobilfunk oder andere drahtlose Technologien wie Satellit eine wirtschaftliche Internetanbindung bieten können.
Eine wesentliche Rolle für den Ausbau und den wirtschaftlichen Betrieb von Netzen spielt die Nachfrage der Verbraucher. Weist die BREKO-Studie 2025 im Vergleich zum Vorjahr 1,4 Millionen neue Glasfaserkunden und einen Anstieg der Glasfaseranschlussquote um 4,5 Prozentpunkte auf 27,3 Prozent der Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen aus, sind viele Verbraucher nach wie vor mit ihrem bisherigen DSL- oder Kabelanschluss zufrieden. Das allerdings ist keine Lösung auf Dauer. In den vergangenen Jahren sind die von Endkunden gebuchten Bandbreiten und genutzten Datenvolumina kontinuierlich gestiegen – auf durchschnittlich 322 GB monatlich pro Festnetzanschluss im Jahr 2024, dreimal so viel wie noch 2017. Die zunehmende Nutzung u. a. von Streaming-Angeboten wird diese Entwicklung vorantreiben. Glasfasernetze bieten hier nicht nur Vorteile in Bezug auf die Übertragungsqualität – die kupferbasierten Netze sind auch energetisch nicht mehr zeitgemäß. Der Energieverbrauch eines Kup-fer-VDSL-Anschlusses, der zwar die aktuell erforderlichen Bandbreiten durchaus bereitstellen kann, ist fünfmal höher als der eines Glasfaseranschlusses. Zudem ist der parallele Betrieb alter Kupfer- und neuer Glasfasernetze für Betreiber nicht wirtschaftlich. Die derzeit diskutierten Pläne zur Kupfer-Glasfaser-Migration und anschließenden Stilllegung der kupferbasierten DSL-Netze machen dies deutlich.
Die BREKO-Marktanalyse prognostiziert bis zum Jahr 2030 einen Anstieg der Glasfaserausbauquote auf 82 bis 92 Prozent. Der Anteil der ans Glasfasernetz angeschlossenen Gebäude soll dann 54 bis 64 Prozent betragen.
Redaktion
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