27.10.2026 Ausgabe: 7/2026

Für Bestand und Neubau

Die Medienversorgung über Satelliten-Infrastruktur wertet Immobilien auf

Infrastrukturentscheidungen in der Wohnungswirtschaft wirken lange. Und gerade bei der Medienversorgung kann die richtige Lösung gezielt Mehrwerte schaffen – bei Betriebskosten, Verwaltungsaufwand und in der Wahrnehmung durch die Mieter. Satellitenempfang ist hier als Technologie interessant: Die Infrastruktur lässt sich flexibel in bestehende Gebäude oder Neubauprojekte integrieren und ist im täglichen Betrieb wartungsarm, während sie für eine langfristig stabile und zuverlässige TV-Versorgung steht. Die beiden folgenden Beispiele aus der Praxis zeigen, wie sich Satellitenfernsehen in Mehrfamilienhäusern integrieren lässt:

Neues Stadtviertel setzt auf SAT-TV

Auf dem Gelände des ehemaligen Stadions in Wiener Neustadt entsteht das neue Stadtquartier „ein viertel grün“ mit Wohnraum für rund 1.200 Menschen. Vier gemeinnützige Wohnbauträger haben dort gemeinsam mit der Stadt Wiener Neustadt und dem Land Niederösterreich seit 2023 insgesamt 495 Wohnungen realisiert, u. a. in Reihen- und Mehrfamilienhäusern.

Gerade vor dem Hintergrund der Gemeinnützigkeit war von Anfang an klar, dass Bewohnern der TV-Empfang ab Einzug vollkommen unkompliziert zur Verfügung gestellt werden sollte. Und mit der Entscheidung für den Satelliten als TV-Empfangsweg konnten die Verantwortlichen dieser Anforderung gerecht werden. Für die technische Planung und Umsetzung wurden die Satec Beratungs- und Vertriebs GesmbH sowie die Firma Elektro Powertech beauftragt.

Das Ergebnis ist eine Signalverteilung über eine Kombination aus Glasfaser- und Unicable-Technologie. Insgesamt wurden sieben SAT-Anlagen auf den Flachdächern platziert. In den einzelnen Wohneinheiten erfolgt die Signalverteilung ohne sichtbare Technik im Wohnraum und mit minimalem Installationsaufwand.

Digitales Upgrade für Wiesbaden

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis liefert der Verein GGA-Nordenstadt e. V., der seinen Mitgliedern seit vielen Jahren TV-Empfang über eine zentrale Satelliten-Kopfstation ermöglicht. Weil die Anlage teils noch analog lief (PAL), entschied sich der Verein für eine Modernisierung durch die Ridacom Medienversorgung GmbH. Mit der vollständigen Umstellung auf den digitalen DVB-S2-Standard konnte zudem eine individuelle Lösung umgesetzt werden, inklusive Fernwartung und unterbrechungsfreier Stromversorgung. Die Bewohner der 576 Wohneinheiten haben damit Zugang zu über 300 nationalen und internationalen Sendern sowie zu einer kostenlosen Hotline für Fragen oder Störfälle. Der jährliche Beitrag von 30 Euro wird kostendeckend für Betrieb, Instandhaltung und kontinuierliche Modernisierung der Anlage eingesetzt.

Entscheidungen für die Infrastruktur

Beide Projekte zeigen, dass sich eine TV-Versorgung über Satellit an die jeweiligen Gebäudeanforderungen anpassen lässt. Das macht die Technologie attraktiv für die Erstplanung im Neubau, genauso wie für die ressourcenschonende Modernisierung im Bestand.

VDIV Aktuell Autor - Christoph Mühleib
Mühleib, Christoph

Geschäftsführer 
SES Germany GmbH
www.wowi.astra.de 

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