27.10.2026 Ausgabe: 7/2026

Gebäudeschäden durch Superkolonien

Invasive Ameisenarten im Immobilienbestand

Ameisen gelten häufig als harmlos oder kurzzeitiges Ärgernis. Das aber wandelt sich in der Immobilienwirtschaft gerade grundlegend. In unserem bundesweiten Netzwerk von Schädlingsbekämpfern beobachten wir eine deutliche Zunahme von Befallssituationen, wobei invasive Ameisenarten ganze Objekte großflächig besiedeln und damit teure Schäden verursachen.

Gebäude als Lebensraum

Heimische Ameisen dringen überwiegend saisonal in Gebäude ein. Bei invasiven Arten hält dieser Befallsdruck jedoch das gesamte Jahr an. Da sie meist aus wärmeren Regionen stammen, halten sie keine Winterruhe und suchen dauerhaft nach geschützten, warmen Innenräumen mit genügend Nahrung. Sowohl heimische als auch invasive Arten nutzen Schwachstellen in der Gebäudehülle als Einfallstore. Das können Setzrisse im Putz, unzureichend verfugte Sockelzonen oder offene Dehnungsfugen sein. Begrünte Fassaden können die Einwanderung darüber hinaus begünstigen.

Invasive Arten und ihre Besonderheiten

Das Hauptproblem invasiver Ameisenarten liegt in ihrer Populationsstruktur. Statt einzelner Nester bilden sie riesige Superkolonien mit bis zu Hunderten Königinnen. 

Diese Strukturen breiten sich explosionsartig aus. Bei Bedrohung teilen sich die Völker auf und gründen augenblicklich neue Standorte, auch im selben Objekt.

Relevante Arten sind etwa die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum). Sie bildet im Außenbereich gigantische, miteinander verbundene Superkolonien. Die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) ist an warme Räume gebunden und stellt wegen ihrer Vorliebe für Eiweiß ein erhebliches Hygienerisiko dar. Die Erdbewohnende Ameise (Hypoponera punctatissima) bevorzugt konstant feuchtwarme Nischen in Gebäuden wie feuchte Kellerbereiche oder Dämmungen.

Ernsthafte Material- und Wirtschaftsschäden 

Der Befall durch einige heimische, aber besonders durch invasive Ameisenarten geht weit über die optische Belästigung hinaus. Entstehen können:

  • Dämmschäden und Wärmeverlust
  • Höhlenbildung und Ausfressen von Mauerwerk
  • Unterhöhlung von Gehwegplatten und Terrassen mit Absackungsgefahr
  • Kurzschlüsse, Ausfälle und Brandschäden durch Sand in der Hauselektronik
  • Gesundheits- und Hygienerisiken
  • Sanierungs- und Wiederherstellungskosten
  • Häufung von Mietminderungsansprüchen und erhöhter Verwaltungsaufwand

Handlungsempfehlung

Klassische Methoden stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Herkömmliches Vorgehen kann den Befall sogar verschlimmern und zur sofortigen Aufspaltung in zahlreiche Tochterkolonien führen. Erfolgreiche Konzepte, wie beispielsweise Schädlings-Hero sie anbietet, setzen auf die präzise Bestimmung der Ameisenart sowie den Einsatz speziell darauf abgestimmter Maßnahmen. Immobilienverwalter sollten bei ersten Anzeichen strukturiert vorgehen. Meldungen von Mietern verlangen sofortige Aufmerksamkeit. Unsachgemäße Eigenversuche durch Hausmeister oder Bewohner gilt es zu unterbinden.

Zachau, Oliver

Geschäftsführer 
SchädlingsHero, eine Marke der ServiceHero GmbH & Co. KG 
www.schaedlingshero.de

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