14.04.2026 Ausgabe: 3/2026

Sicher ist Sicher

Wie man Risiken durch aktives Versicherungsmanagement minimiert

Immobilienverwaltungen sind für den aktuellen und vollständigen Versicherungsschutz ihrer verwalteten Bestände verantwortlich. Im Arbeitsalltag können viele Verwalterinnen und Verwalter dieser Verantwortung jedoch nur bedingt gerecht werden. Die verbundenen Risiken entwickeln sich schleichend und treten erst offen zutage, wenn 

Schadenrisiken verändern sich

Die gestiegenen Risiken für Verwaltungen lassen sich in zwei Kategorien unterscheiden. Auf der einen Seite ist die Versicherungssituation der Immobilienverwaltung selbst zu betrachten. Neuartige Risiken, z. B. Cyber- oder Hackerangriffe, sind in bestehenden Versicherungen nicht oder nur unzulänglich versichert. Auf der anderen Seite stehen die Pflichten, welche Verwaltungen gegenüber Eigentümern zu erfüllen haben. Während viele Policen seit Jahrzehnten unverändert bestehen, wurden die entsprechenden Immobilien im gleichen Zeitraum teilweise grundlegend verändert, umgebaut oder durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen oder Smart-Home-Systemen aufgewertet. Wenn sich die Versicherungslösungen nicht gleichermaßen mit Zudem befindet sich der Verwaltermarkt in einer Phase der Konsolidierung. Viele Liegenschaften wechseln in der Folge die Immobilienverwaltung. Wenn neue Bestände übernommen werden, haben die wenigsten Verwaltungen Zeit und die Expertise, alle verbundenen Versicherungsverträge kritisch zu hinterfragen. Deckungsinhalte, Versicherungssummen oder veränderte Risikolagen können so zur stillen Normalität werden – und damit zum existenziellen Risiko für Verwalterinnen und Verwalter.

Versicherung als administratives Randthema

Die Schadenbearbeitung ist in vielen Organisationen historisch gewachsen und eher selten digital abgebildet. Informationen befinden sich oft in verschiedenen E-Mail-Postfächern oder Ablagestrukturen, und spezifisches Hintergrundwissen liegt teilweise bei einzelnen Mitarbeitenden. Die Abwicklung erstreckt sich häufig über Monate – mit spürbaren Folgen: sinkende Wirtschaftlichkeit und steigender Frust bei den Eigentümern.

Wer Versicherungen weiterhin als administratives Randthema behandelt, geht ein systemisches Risiko ein und bremst die eigene Produktivität. Aber es existieren durchaus einfache Maßnahmen, um bestehende Lücken zu schließen und den eigenen Pflichten gerecht zu werden. Einen ersten Schritt kann ein anonymer Sechs-Punkte-Selbstcheck darstellen, der online verfügbar ist: calculator.aareon.com versicherungsselbstcheck. Er hilft, die eigene Risikolage und möglichen Handlungsbedarf abzuschätzen. Ergänzend empfiehlt sich ein professioneller Versicherungscheck mit einem unabhängigen Versicherungsmakler. Dabei werden bestehende Risiken strukturiert identifiziert und möglicher Nachholbedarf vollständig kostenfrei und unverbindlich aufgezeigt.

VDIV Aktuell Autor - Franz-Josef Minch
Minch, Franz-Josef

General Manager
Aareon Verwaltung

VDIV Aktuell Autorin - Sylvia Sand
Sand, Sylvia

Geschäftsführerin 
BauSecura Versicherungsmakler GmbH

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