26.05.2026 Ausgabe: 4/2026

Sicherheit gewinnen

Warum die Überprüfung der Zahlungsfähigkeit nicht mehr ausreicht, um Vermietungsentscheidungen rechtssicher zu treffen

Die Anforderungen an professionelle Mietentscheidungen verändern sich rasant. Was früher eine rein wirtschaftliche Betrachtung war, ist heute ein Prozess, der zugleich finanzielle, rechtliche und geopolitische Aspekte berücksichtigen muss. Für Immobilienverwaltungen entsteht daraus eine neue Verantwortung – und die Notwendigkeit, Vermietungsprozesse breiter aufzustellen als je zuvor.

Bonität bleibt Basis, deckt aber nicht mehr alle Risiken ab

Die Bonitätsprüfung ist weiterhin die Grundlage jeder sorgfältigen Mieterauswahl. Sie schützt vor Zahlungsausfällen und sichert stabile Einnahmen für Eigentümer und Verwaltung. Doch weltpolitische Entwicklungen haben die Risikolandschaft verändert. Konflikte, Sanktionen und internationale Spannungen wirken längst bis in alltägliche Geschäftsprozesse hinein – auch in die Vermietung.

Immobilien als wirtschaftliche Ressource – und was das bedeutet

Wohn- und Gewerbeimmobilien sind mehr als nur Räume – sie sind wirtschaftlich nutzbare Werte. Wer sie überlässt, stellt damit eine Ressource bereit, die zur Erzielung von Einnahmen genutzt werden kann. Das rückt Vermietungen stärker in den Kontext von Risikoprüfungen, die früher nur in hochregulierten Branchen üblich waren. Für Verwaltungen heißt das: Es muss nicht nur geprüft werden, ob jemand zahlen kann, sondern auch, ob die Vermietung an diese Person uneingeschränkt zulässig ist. Politisch exponierte Personen (PEP) und Interessenten aus sensiblen Regionen erfordern besondere Sorgfalt.

PEP- und Sanktionslistenprüfungen werden Standard

Immer mehr Verwaltungen integrieren zusätzliche Sicherheitsprüfungen in ihren Vermietungsprozess. Die Prüfung von PEP-Status, Sanktionslisten und Identität schützt nicht nur vor rechtlichen Risiken, sondern stärkt auch das Vertrauen der Eigentümer. Gleichzeitig ermöglichen sie transparente Entscheidungen, die im Zweifelsfall nachvollziehbar dokumentiert sind. Solche Prüfungen sind kein Hindernis, sondern ein Qualitätsmerkmal moderner Verwaltungspraxis.

Bonität, Identität, Compliance in einem

Die SCHUFA verbindet Bonitätsprüfung, Identitätsverifizierung, PEP-Status und Sanktionslistenabgleich in einem durchgängigen, datenschutzkonformen Workflow. Das Ergebnis ist ein vollständiges Risikoprofil – strukturiert, nachvollziehbar und ohne Mehraufwand im Tagesgeschäft. Für Verwaltungen, die heute rechtssicher entscheiden wollen, ist das kein Add-on, sondern Teil einer professionellen Prozessgrundlage.

VDIV Aktuell Autor - Robin Kremer
Kremer, Robin

Vertriebsleiter Forderungsmanagement, 
Immobilienwirtschaft & öffentlicher Sektor 
SCHUFA

VDIV Aktuell Autor - Dominik Schmidt
Schmidt, Dominik

Account Manager 
SCHUFA 
www.schufa.de 

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