09.12.2025 Ausgabe: 8/2025

Zur Sicherheit

Wie Multisensorgeräte vor Brand- und Kohlenmonoxid-Gefahren schützen.

Elektrogeräte und menschliches Versagen zählen zu den häufigsten Brandursachen in deutschen Haushalten – insbesondere in der Küche lauern viele Gefahren durch extreme Hitzequellen. Ein nicht ausgeschalteter Herd oder ein defektes Kabel: Ein Brand kann unterschiedliche Gründe haben, aber häufig die gleichen Folgen. Neben hohen Sachschäden und dem Verlust von Hab und Gut ist vor allem die Gefahr für das eigene Leben das, was einen Brand für Betroffene zum Horror macht. Dabei ist weniger das offene Feuer, sondern vielmehr die Rauchentwicklung entscheidend. Doch das ist nicht alles – zum Schutz sind Geräte mit den richtigen Funktionen zu empfehlen.

Kohlenmonoxid, die unterschätzte Gefahr

Während Rauchwarnmelder längst Pflicht sind, wird die Gefahr durch Kohlenmonoxid häufig unterschätzt. Als unsichtbares und geruchloses Gas tritt es zwar nach einem Brand häufig mit Rauch zusammen auf, kann aber im Fall einer defekten Therme oder kaputter Geräte auch ohne Rauch austreten. Die Wirkung fällt dabei je nach Dosierung und Dauer der Belastung unterschiedlich aus – Kohlenmonoxid kann aber zum Tod führen. Nicht nur deshalb werden mittlerweile auch Feuerwehrleute mit entsprechenden Messgeräten ausgestattet. Für Privatwohnungen sind sie bisher keine Pflicht, zu empfehlen sind sie trotzdem. Denn multifunktionale Geräte mit Sensoren, die beide Gefahren erkennen, bieten optimalen Schutz und einen erheblichen Vorteil gegenüber herkömmlichen Rauchwarnmeldern. Sie lassen sich flexibel in allen Wohnbereichen installieren – auch dort, wo klassische Rauchmelder häufig an ihre Grenzen stoßen, wie z. B. in Küchen. Rauchentwicklung tritt dort nicht nur im Brandfall auf, was oftmals zu Fehlalarmen führt. Hier können Multisensorgeräte einen echten Unterschied machen, da der entsprechende Alarm nicht allein durch Rauch, sondern auch durch einen ungewöhnlichen Temperaturanstieg ausgelöst wird.

Auf die richtige Warnung und Reaktion kommt es an.

Doch nicht nur das Erkennen der Gefahr, auch die Warnung ist entscheidend. Der beste Warnton nützt nichts, wenn er nicht gehört wird und somit den Bewohnern im Ernstfall nicht rechtzeitig die Möglichkeit gibt, schnell zu reagieren. Alarmtöne mit unterschiedlichen Höhen können vielen Menschen helfen, die optimale Warnung zu erhalten. Denn es gibt immer wieder Fälle, in denen Personen die Warnsignale nicht wahrnehmen. Gerade Kinder und ältere Menschen hören häufig bestimmte Frequenzen nicht. Hier ist es notwendig, dass Warn- und Signaltöne in unterschiedlicher Höhe anschlagen.

Warntöne sind nicht nur für Bewohner wichtig, auch für die Nachbarn. Aus meinem Berufsleben als Feuerwehrmann kenne ich viele Fälle, in denen nicht die Betroffenen selbst, sondern Nachbarn den Notruf verständigten – während die eigentlich Betroffenen beispielsweise schliefen.

Entlastung für Bewohner und Behörden

Diese Fortschritte bei der Entwicklung moderner Warnmelder machen sich auch im Alltag der Feuerwehr bemerkbar: Es kommt weniger häufig zu Fehlalarmen und auch seltener zu Todesfällen. Es lohnt sich also, in Qualität zu investieren, denn der flächendeckende Einsatz solcher Geräte kann viele große Brände, Verletzungen und Todesfälle verhindern.

VDIV Aktuell Autor - Rolf Strobel
Strobel, Rolf

Brandschutzexperte, 
Feuerwehrmann, 
Raum Stuttgart