08.05.2013 Ausgabe: 3/2013

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Heizkostenabrechnung Immobilienverwaltung (Symbolbild)

Wer sich auf dem Energiemarkt durch den Dschungel der Anbieter­listen und der extrem heterogenen Preisstrukturen kämpft, kann stark profitieren. Doch den meisten Verwaltern fehlen dafür die nötige Zeit und Geduld. Es geht aber auch anders.

Viele Verwalter haben mit einem – oft dem regionalen – Energieversorger einen Rahmenvertrag. Damit wird die Energie zu einem Sonderpreis geliefert. Ob dieser Preis allerdings marktkonform ist und wenn ja, ob er das auch morgen noch ist, weiß kaum jemand zu sagen. Zu groß und dicht ist der Dschungel aus Anbietern und Tarifen, zu häufig wechseln die Konditionen. Die Zeit, die für diese aufwendige Recherche dauerhaft aufgewendet werden müsste, kann kein Verwaltungsunternehmen erübrigen.

Die Lösung liegt im Outsourcing. Der Verwalter vergibt diese Aufgaben an einen Dienstleister – und das für ihn kostenfrei. Und trotzdem zahlt jede WEG für ihre Energie weniger als vorher. Das Plus für den Verwalter: Er muss sich fortan um das komplette Energie-Management nicht mehr kümmern. Die Prozesse und Informationssysteme des Dienstleisters sind darauf ausgerichtet, für eine große Anzahl von Verbrauchsstellen die Daten einzelner Standorte für eine Sammelausschreibung aufzubereiten. Dann schlägt er geeignete Anbieter vor und organisiert die Durchführung der Ausschreibung.

Der Dienstleister sichtet die Verträge, vereinheitlicht und bündelt sie, er kümmert sich um die komplette Prozesskette. Durch eine professionelle Abwicklung können die Abrechnungen in ungeahnter Geschwindigkeit gemacht werden. Die Stromabrechnung zum Beispiel erhält der Verwalter bis zum Ende der 2., die Gasabrechnung bis Anfang der 4. Kalenderwoche. Das eröffnet Verwaltern ganz neue Möglichkeiten. So können die ersten Versammlungen bereits Anfang Februar erfolgen. Sollte in einer WEG das Wirtschaftjahr nicht am 31. Dezember enden, kann auch dies bei den Jahresabrechnungen berücksichtigt werden. Durch das Outsourcen des Energie-Managements werden 10 bis 15 Prozent der Arbeitszeit eingespart, die das Verwaltungsunternehmen für seine Kernaufgaben nutzen kann: das Verwalten.

Foto: © Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com


Autor Weiterbildung Immobilienverwalter VDIV Deutschland
Atesli, Tayfun

Tayfun Atesli ist Geschäftsführer der EKB Energiekostenberatung GmbH. Das schwäbische Unternehmen unterstützt Verwaltungen bundesweit beim Controlling und bei Ausschreibungen von Strom- und Gaslieferverträgen. www.ekb-online.de

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