VDIV Die Stimme
26.06.2019

EED: Manuelle Ablesung wird bis 2027 eingestellt

Klimaschutz und Energieeffizienz sind treibende Themen unserer Zeit. Um die Klimaveränderung zu begrenzen und eine effizientere Nutzung von Energie zu fördern hat die EU die Energieeffizienzrichtlinie (engl.: Energy Efficiency Directive, EED) novelliert. Das hat Auswirkung für die Wohnungswirtschaft.

Die EED sieht vor, dass ab dem 25. Oktober 2020 nur noch fernablesbare Zähler und Verteiler für die Erfassung des Wärme- und Wasserverbrauchs installiert werden, sofern die Kosten sowie der technische Aufwand in einer akzeptablen Relation zur Energieeinsparung stehen. Bereits eingebaute Zähler und Verteiler, die eine Fernauslesung nicht unterstützen, sollen bis zum 1. Januar 2027 nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Dieses Datum markiert damit das Ende der manuellen Ablesung.

Bevorstehenden Austausch nutzen

Der Stichtag hat bereits heute Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft und schafft erste Handlungsimpulse. Diese ergeben sich aus den Fristen und der Lebensdauer der verschiedenen Erfassungsgeräte. Wärme- und Warmwasserzähler haben eine Eichfrist von fünf, Kaltwasserzähler von sechs Jahren. Danach müssen sie zwingend ausgetauscht werden. Heizkostenverteiler werden, bedingt durch die Batterielaufzeit, in der Regel nach zehn Jahren ausgetauscht.

Immobilienverwalter, die heute noch Heizkostenverteiler installieren, die keine Fernablesung ermöglichen, müssen spätestens 2026 wieder aktiv werden und diese nachrüsten oder austauschen. Die Lebensdauer von zehn Jahren wird somit unterschritten, was einen wirtschaftlichen Verlust bedeutet. Ein bevorstehender Austausch von Erfassungsgeräten sollte daher unbedingt dazu genutzt werden, auf fernablesbare Technik umzurüsten.

Unterjährige Verbrauchsinformationen

Neben dem Einsatz fernauslesbarer Technik schreibt die EED künftig auch unterjährige Verbrauchsinformationen für Wohnungsnutzer vor. Ab dem 25. Oktober 2020 soll diese mindestens halbjährlich zur Verfügung gestellt werden, sofern bereits fernauslesbare Technik verbaut wurde. Ab dem 1. Januar 2022 sind Bewohner sogar monatlich über ihren Verbrauch zu informieren.

Kalo-Kunden steht hierfür die Kalo-App „Cards“ zur Verfügung, die Verbrauchsdaten visualisiert und Bewohnern gleichzeitig Anreize zum Energiesparen liefert. So umfasst die App beispielsweise verschiedene Energiespartipps oder auch die Möglichkeit, den eigenen Verbrauch dem Durchschnittsverbrauch vergleichbarer Nutzeinheiten gegenüberzustellen. Damit können die Vorgaben der EED zur regelmäßigen Verbrauchsinformationen auf besonders innovativem Weg umgesetzt werden.

Weitere Informationen zur EED finden Sie unter » www.kalo.de/eed-die-energieeffizienz-richtlinie.html

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