VDIV Die Stimme
10.09.2019 - News

Junge Menschen zieht es in immobilienwirtschaftliche Berufe

Die Zeiten, in denen potenzielle Ausbildende die Firmen mit Bewerbungen überschütteten und diese sich die besten Köpfe aussuchen konnten, sind lange vorbei. Laut einer aktuellen Ausbildungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) blieben im Berichtsjahr 2018 in rund jedem dritten Betrieb Ausbildungsplätze unbesetzt. Von den rund 12.500 Unternehmen, die sich an der Befragung beteiligten, kamen circa 400 aus der Immobilienbranche.

Allerdings steht die Immobilienbranche im Vergleich zu anderen Sektoren gut da. Während im Gastgewerbe 56 Prozent und im Bereich Transport/Logistik 40 Prozent der Betriebe nicht genügend Auszubildende fanden, lag diese Quote in der Immobilienbranche nur bei zehn Prozent.

Das mag zum einen daran liegen, dass Immobilien an sich als Garanten für Stabilität stehen. Aber ganz sicher liegt es daran, dass sich die Immobilienbranche auf die neue Situation eingestellt hat. Das hat die diesjährige Wahl zum „Immobilienverwalter des Jahres“ gezeigt. Sie stand unter dem Motto „Unternehmen als starke Marke. Mitarbeiter gewinnen und halten in Zeiten des Fachkräftemangels“.

Die zahlreich eingegangenen Bewerbungen zeigten, dass es den Immobilienverwaltungen nicht an innovativen Ideen und Konzepten mangelt. Modernste Büro- und Home-Office-Arbeitsplätze, Bonusurlaubstage, Prämien für das Gewinnen neuer Kollegen, Mentoring und zahlreiche individuelle Weiterbildungspakete sind nur einige Punkte, mit den Immobilienverwaltungen für sich werben.

Der Kreativität sind dabei mitunter keine Grenzen gesetzt, selbst Vertrauensarbeitszeit ist nicht mehr ungewöhnlich: Dabei entscheiden die Mitarbeit selbst, wann und von wo aus sie die anfallende Arbeit erledigen.