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09.12.2019 - News

Steigende Preise können Nachfrage nicht bremsen

Der Erwerb von Immobilieneigentum wird in Deutschland immer teurer, so das Fazit des Jahresberichts 2019/2020 zur Preisentwicklung von Wohnimmobilien an 61 Standorten von Engel & Völkers Research. Demnach sind die Preise sowohl von Ein- und Zweifamilienhäusern als auch von Eigentumswohnungen im Vergleich der Jahre 2018 und 2019 nochmals stärker gestiegen als im Zeitraum 2017/2018. Der hohen Nachfrage tut das bislang keinen Abbruch.

Der Angebotspreis für eine Eigentumswohnung betrug im 1. Halbjahr 2019 durchschnittlich 2.967 Euro/Quadratmeter. Dies bedeutet eine Zunahme um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist die Steigerung mit 12,5 Prozent noch höher. Ein Blick auf die Metropolregionen und den ländlichen Raum zeigt jedoch, wie unterschiedlich die Preisniveaus bundesweit sind. Während Erwerber in München durchschnittlich 8.291 Euro/Quadratmeter zahlen, sind es in Chemnitz nur 1.292 Euro/Quadratmeter.

In den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf kostete der Quadratmeter durchschnittlich 5.512 Euro/Quadratmeter, was einem Plus von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Spitzenreiter ist München, gefolgt von Frankfurt a. M. (6.010 Euro/Quadratmeter) und Hamburg (5.136 Euro/Quadratmeter).

Betrachtet man die Entwicklung seit 2014 lässt sich feststellen, dass in allen untersuchten Standorten die Preise von Eigentumswohnungen um mindestens 25 Prozent gestiegen sind, in Berlin sogar um 80 Prozent. Spitzenreiter ist Lübeck mit einem Plus von 85,2 Prozent in diesem Zeitraum. Beim Preiszuwachs für Ein- oder Zweifamilienhäuser sind im Vergleich zum Jahr 2014 Augsburg mit einem Plus von 84,4 Prozent und Potsdam mit einer Veränderung von 71 Prozent die Spitzenreiter.

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