VDIV Die Stimme
06.01.2020

Verlängerte Zeitreihe bei Vergleichsmieten

Verlängerte Zeitreihe bei Vergleichsmieten

Der Betrachtungszeitraum für die ortsübliche Vergleichsmiete ist zum Jahresanfang 2020 auf sechs Jahre verlängert worden. Bundestag und Bundesrat hatten dem » Gesetz zur Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete noch vor dem Jahresende 2019 zugestimmt. Damit soll der Anstieg bei bestehenden und künftigen Mieten verringert werden.

Neben Mieterhöhungen in laufenden Mietverhältnissen ist auch die Mietpreisbremse für neu abgeschlossene Mietverträge an die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete gekoppelt. In Gebieten, wo sie gilt, darf sie in neu abgeschlossenen Verträgen maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Bisher flossen in den Betrachtungszeitraum der ortsüblichen Vergleichsmiete (» der VDIV berichtete) und damit auch von Mietspiegeln der Städte und Gemeinden nur Mietverträge ein, die in den vorangegangenen vier Jahren abgeschlossen wurden. Mit der Änderung sollen die Auswirkungen kurzfristiger Schwankungen des Mietwohnungsmarktes auf die Vergleichsmiete reduziert und Mietanstiege verlangsamt werden. Eine Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete war bereits auf dem Wohngipfel im September 2018 beschlossen worden.