VDIV Die Stimme
15.10.2020 - Advertorial

Die tickende Zeitbombe "Trinkwasserleitungen"


Rohrinnensanierung

Die Hausverwalter können ein Lied davon singen. Denn früher oder später kommt dieses Thema in fast jeder Wohnanlage auf die Tagesordnung. Wie können die verrosteten oder verkalkten Trinkwasserleitungen mit möglichst geringem Zeit- und Kostenaufwand erneuert, bzw. saniert werden?

Bundesweit gibt es ca. 18 Millionen Wohngebäude mit ca. 40 Millionen Wohneinheiten. Rund Dreiviertel dieser Gebäude wurden vor 1978 errichtet, 30 % sogar vor 1950. (Quelle: dena).

Rein theoretisch ist der konventionelle Totalaustausch der Trinkwasserinstallation die „sauberste” Lösung. Jedoch ist dieser in den wenigsten Fällen umsetzbar. Denn zum einen ist die finanzielle Belastung für die meisten Wohnanlagen schlichtweg nicht bezahlbar, und zum anderen würde dies in der Praxis bedeuten, daß das komplette Gebäude während der Bauphase über Wochen und Monate ohne Wasserversorgung ist, sprich unbewohnbar ist.

Seit mittlerweile mehr als 25 Jahren ist die „Rohrsanierung von innen” die einzige wirkliche Alternative zum Totalaustausch der Trinkwasserrohre. Dabei werden die Rohre nicht aufgestemmt und ersetzt, sondern von innen mit Luft und Sand gereinigt und abschließend mit Epoxidharz von innen neu versiegelt. Ohne größere Bauarbeiten und Einschränkungen während der Sanierung, bei einem Bruchteil an Kosten und Zeitaufwand.

Nun ist dieses Verfahren der Rohrinnensanierung jedoch von verschiedenen Seiten des Öfteren angezweifelt und kritisiert worden. Zu Recht? Nachfolgend ein Erklärungsversuch, warum es bei der Rohrsanierung von innen nach wie vor geteilte Meinungen, und Unklarheiten gibt.

Wie in jeder anderen Branche gibt es auch unter den Rohrsanierern sog. schwarze Schafe. Die Anzahl der Rohrsanierungsbetriebe ist sehr überschaubar. Wenn dann von einer Handvoll „Rohrsanierern” im deutschen Sprachraum auch nur einer oder zwei schlechte Qualität abliefern (was in Vergangenheit leider passierte), so ist der Imageschaden der gesamten Rohrsanierungs-Branche natürlich massiv und die Skepsis der Kunden groß. Und auch wenn in den letzten Jahrzehnten die Trinkwasserrohre vieler tausend Liegenschaften erfolgreich und ohne Probleme von innen saniert wurden, so spricht und liest man am Ende natürlich nur von den Problembaustellen, welche zu Klagen und Unsicherheit führten.

Wie unterscheidet also der Hausverwalter bei der Auswahl von Anbietern zwischen einer professionellen, fachgerechten Rohrinnensanierung und minderwertigen, bzw. fährlässigen Anbietern? 

Rohrsanierung von innen – ohne böse Überraschungen

Das Resultat und die Garantie der Rohrsanierung von innen hängen sowohl von der Qualität des Beschichtungsmaterials, als auch von der Professionalität in der Arbeitsweise und Einbringung ab.

Um bei der Rohrsanierung von innen auf Nummer Sicher zu gehen, ist der Entscheidungsträger gut beraten, bei der Auswahl von Anbietern auf folgende Punkte zu achten:

→ Endlich Klarheit und Rechtssicherheit

Am 21. März 2019 ist in Deutschland die „KTW-Bewertungsgrundlage” des Umweltbundesamtes für Materialien im Kontakt mit Trinkwasser in Kraft getreten. Mit dieser neuen BWGL hat das Umweltbundesamt endlich Klarheit und Rechtssicherheit geschaffen. Graubereiche und Interpretationsspielräume gehören somit endlich der Vergangenheit an. Eine sog. „Konformitätsbestätigung”, welche als Sammelbestätigung für sämtliche vom Gesetz vorgesehenen Einzelprüfungen gilt, ermächtigt die Anwender zur Materialverwendung. Nach einer kurzen Übergangsfrist bis März 2021 verlieren alle derzeitigen Zertifikate ihre Gültigkeit. In Zukunft gilt also einzig und allein die „Konformitätsbestätigung gemäß KTW-BWGL des UBA”. Professionelle Rohrsanierer sind deshalb jetzt schon gut beraten, ausschließlich Beschichtungsmaterialien zu verarbeiten, welche die Konformitätsbescheinigung nach der neuen KTW-BWGL vorweisen können.

- Wenn sämtliche Vorgaben der KTW-BWGL erfüllt sind ist damit gleichzeitig auch sichergestellt, daß im Beschichtungsmaterial keine gesundheitsgefährdenden Giftstoffe enthalten sind, sondern lediglich Inhaltsstoffe, welche der sog. „Positivliste” des Umweltbundesamtes entsprechen.

→ Verarbeitung und Aushärtung

Unabhängig vom Nachweis obiger Konformitätsbescheinigung müssen bei der Einbringung des Beschichtungsmaterials die Anwendungsvorgaben des Herstellers zwingend und ausnahmslos eingehalten werden. Vorwärmung der Rohre mit Heißluft, Temperaturen des Materials bei Einbringung, Aushärtungszeiten vor Wiederinbetriebnahme, um hier nur einige zu nennen. Das beste Beschichtungsmaterial kann bei fehlerhafter Einbringung nicht zur gewünschten Qualität führen.

→ Dauerbetriebstemperaturbeständigkeit

Die Dauerbetriebstemperaturen im Brauchwasser sind in den letzten Jahren im Durchschnitt konstant gestiegen. Deshalb ist die DAUER-Betriebstemperaturbeständigkeit einer der wichtigsten Qualitätsindikatoren in Bezug auf das Beschichtungsmaterial. Auch hier kommt es leider immer wieder zu Missverständnissen, bzw. Fehlinterpretationen. Einige Rohrsanierer können zwar ein Zertifikat des Herstellers nachweisen mit Temperaturbeständigkeit bis 80°C oder höher, jedoch ist hier in der Regel die Beständigkeit für kurzzeitige Temperaturerhöhungen (z.B. Thermische Desinfektion) gemeint. Deshalb ist es wichtig, gezielt einen Nachweis für eine garantierte, geprüfte DAUER-Betriebstemperaturbeständigkeit von mindestens 70°C zu verlangen. Professionelle Rohrsanierer können auch dies mittels akkreditierten Prüfzertifikaten belegen.

→ Echtheit und Gültigkeit der Prüfnachweise

Abschließend sollten obige Konformitätsnachweise und Prüfzertifikate auf deren Echtheit und Gültigkeit überprüft werden. Das geht in der Regel am schnellsten und einfachsten über die Homepage der Zertifizierungsstelle, welche die Dokumente ausgestellt hat. Dort findet man eine Auflistung aller aktuell gültigen Konformitätsbescheinigungen gemäß KTW-BWGL. Bei Produkten, deren Konformitäten auf der Homepage der Zertifizierungsstelle nicht auffindbar sind, sind Vorsicht sowie tiefergehende Recherchen empfohlen.

Fazit

Die Rohrsanierung von innen funktioniert. Vorausgesetzt das Beschichtungsmaterial erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen und die Herstellerangaben bei der Anwendung werden eingehalten. Wenn ein Rohrsanierer darüber hinaus noch eine überzeugende Referenzliste vergleichbarer Objekte nachweisen kann, so steht einer erfolgreichen und sorglosen Rohrsanierung von innen nichts im Wege.

Der Autor:
Thomas Moriggl
Inhaber & Geschäftsführer der RISAN GmbH, Starnberg
» www.risan.eu

Weitere Bilder


Vor der Rohrinnensanierung


Nach der Rohrinnensanierung

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