Nachhaltigkeitstipp von EnBW

Warmwasser nachhaltig organisieren: Zentrale oder dezentrale Lösungen richtig bewerten

VDIV Nachhaltigkeitstipp - EnBW

© EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Warmwasser ist ein zentraler Hebel für Energieeffizienz im Gebäude – und zugleich ein sensibler Punkt für den Wohnkomfort. Ob zentrale oder dezentrale Warmwasserbereitung die bessere Wahl ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Erfahren Sie, warum es sich für Verwaltungen lohnt, bestehende Konzepte zu überprüfen und zukunftsfähige Lösungen mitzudenken – im Sinne der Nachhaltigkeit ebenso wie im Interesse der Bewohner.

Zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung im Vergleich: 
Wie Verwaltungen nachhaltige Lösungen für ihre Gebäude finden

Warmwasserbereitung macht in vielen Wohngebäuden einen erheblichen Anteil des Energieverbrauchs aus. Entsprechend groß ist ihr Einfluss auf CO₂-Bilanz, Betriebskosten und Wohnqualität. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, verschärfter gesetzlicher Vorgaben und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen stellt sich für die Wohnungswirtschaft zunehmend die Frage: zentral oder dezentral?

Zentrale Warmwasserbereitung bietet vor allem in größeren Mehrfamilienhäusern Vorteile. Ein zentraler Wärmeerzeuger – etwa auf Basis von Fernwärme, Wärmepumpe oder Kraft-Wärme-Kopplung – kann effizient betrieben und gut mit erneuerbaren Energien kombiniert werden. Skaleneffekte, ein geringerer Wartungsaufwand und die Möglichkeit zur intelligenten Steuerung sprechen insbesondere bei homogener Nutzerstruktur und konstantem Warmwasserbedarf für zentrale Lösungen. Gleichzeitig müssen jedoch Leitungsverluste, Zirkulationsanforderungen und hygienische Aspekte sorgfältig berücksichtigt werden.

Dezentrale Systeme, etwa Durchlauferhitzer oder wohnungsweise Boiler, punkten vor allem in kleineren Gebäuden oder bei stark schwankendem Nutzungsverhalten. Sie vermeiden Verteilverluste, liefern Warmwasser bedarfsgerecht und ermöglichen eine verbrauchsnahe Abrechnung. Insbesondere bei Gebäuden mit geringer Belegung oder langen Leitungswegen können sie energetisch sinnvoller sein. Voraussetzung ist jedoch ein passender Energieträger – etwa effizienter Strom aus erneuerbaren Quellen – sowie eine ausreichende elektrische Infrastruktur.

Entscheidend ist daher nicht die grundsätzliche Präferenz für ein System, sondern die passgenaue Bewertung des jeweiligen Gebäudes. Größe, Baujahr, Sanierungsstand, Bewohnerstruktur und lokale Energieträger müssen zusammen gedacht werden. Gerade im Zuge von Modernisierungen oder Heizungstausch bietet sich die Chance, Warmwasserkonzepte neu zu bewerten und langfristig auszurichten.

Für Verwaltungen bedeutet das: Wer sich heute strategisch mit zentralen und dezentralen Lösungen auseinandersetzt, schafft Transparenz, reduziert Emissionen und erhöht gleichzeitig die Zufriedenheit der Bewohner. Warmwasser neu zu denken ist damit kein technisches Detail – sondern ein wichtiger Baustein nachhaltiger Gebäudebewirtschaftung.

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