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Durchdachte Planung ist entscheidend bei der Sanierung von Rohrleitungen in Mehrfamilienhäusern.
Die Trinkwasserleitungen in Gebäuden zählen zu den zentralen Bestandteilen der Haustechnik. Doch gerade in Mehrfamilienhäusern, die vor mehr als 40 Jahren errichtet wurden, bergen alte Leitungen erhebliche Risiken: Legionellenbefall und Leitungswasserschäden stellen eine zunehmende Gefahr für Gesundheit, Sicherheit und die Bausubstanz dar.
Als Bakterien, die in warmem Wasser gedeihen, sind Legionellen für Menschen gefährlich, insbesondere wenn vernebeltes Wassers eingeatmet wird, was beim Duschen kaum zu vermeiden ist. Alte Leitungen mit Ablagerungen und Korrosion bieten ideale Wachstumsbedingungen für diese Erreger. Die Sanierung von Trinkwasserleitungen trägt entscheidend zur Verbesserung der Wasserqualität bei und schützt die Gesundheit der Bewohner nachhaltig.
Neben der Gesundheitsgefahr bergen alte Rohrleitungen ein hohes Risiko für Wasserschäden. Korrosion und Materialermüdung können Leckagen verursachen, die erhebliche Reparaturkosten und manchmal sogar langfristige Gebäudeschäden nach sich ziehen. Durch eine rechtzeitige Sanierung lassen sich diese Risiken deutlich reduzieren und die Lebensdauer der Haustechnik verlängern.
Was häufig als Argument gegen eine Sanierung von Rohrleitung angeführt wird, ist die zu erwartende Beeinträchtigung der Bewohner. Moderne Sanierungsverfahren lassen sich jedoch auch bei laufendem Betrieb des Gebäudes umsetzen. Zwar sind temporäre Einschränkungen, etwa durch zeitweise Unterbrechung der Wasserversorgung, unvermeidbar, sie lassen sich jedoch auf ein Minimum reduzieren und durch sorgfältige Planung gut kommunizieren.
Bei der Trinkwasserleitungssanierung bietet es sich an, auch weitere Haustechnik im Steigschacht zu überprüfen und bei Bedarf zu modernisieren. Abwasserleitungen und Lüftungsschächte – insbesondere bei innenliegenden Bädern – können häufig gleich mit saniert werden. Dabei sollte immer auch der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht werden, um den aktuellen gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen.
Eine besondere Chance bietet die Kombination einer Rohrleitungssanierung mit der Umsetzung regenerativer Energiekonzepte. Wird beispielsweise zugleich eine Solarthermieanlage oder eine Heizungsanlage installiert, die regenerative Energien nutzt, profitieren Eigentümer von attraktiven staatlichen Förderungen. Aktuell können bis zu 70 Prozent der anrechenbaren Kosten übernommen werden – was Eigentümergemeinschaften deutlich entlastet und einen Beitrag zur Energiewende leistet.
Eine erfolgreiche Rohrleitungssanierung beginnt mit umfassender Fachplanung. Nur so lassen sich alle gesetzlichen Vorgaben einhalten, technische Details optimal umsetzen und die Arbeiten reibungslos durchführen. Hierzu gehört auch die enge Abstimmung mit Fachplanern und ausführenden Unternehmen.
Die Sanierung alter Trinkwasserleitungen in Mehrfamilienhäusern ist nicht nur eine Investition in die Gebäudesicherheit und die Gesundheit der Bewohner, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit des Wohnraums. Durch die Kombination mit weiteren Maßnahmen wie Abwasser- und Lüftungssanierung sowie der Umsetzung regenerativer Energiekonzepte können Eigentümer Kosten optimieren und langfristig profitieren. Dank moderner Verfahren ist die Umsetzung auch in bewohnten Gebäuden ohne größere Einschränkungen möglich – ein Schritt, der sich für alle Beteiligten lohnt.
Staatlich geprüfter Energietechniker,
Geschäftsführer Sautter GmbH
www.sautter-planung.de